Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (chronische Sinusitis)
Die Nasennebenhöhlen sind Hohlräume in den Gesichtsknochen und befinden sich neben (Kieferhöhle), über (Stirnhöhle) und hinter der Nase (Keilbeinhöhle und Siebbeinzellen). Sie sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet und haben wahrscheinlich keine besondere Aufgabe, sondern sind der „Leichtbauweise“ geschuldet, denn massiver Knochen wäre zu schwer.
Um den Hohlraum zu reinigen, produziert die Schleimhaut ein Sekret, das mittels der feinen „Flimmerhaare“ der Schleimhäute immer in Richtung der natürlichen Ausgänge aus den Höhlen in die Nasenhaupthöhle und über den Nasenrachenraum abtransportiert und unbemerkt geschluckt wird (Nasenhaupthöhle und die verzweigten Nebenhöhlen produzieren ca. 1 Liter Schleim pro Tag). Sind die “Ausgänge” der Nebenhöhlen, die in die Nasenhaupthöhle münden, verstopft, staut sich das Sekret in der Höhle. Dies begünstigt das Wachstum von Bakterien und anderer Erregern und eine Entzündung der Schleimhaut.
Wenn eine akute Sinusitis nicht ausheilt oder der Patient häufiger im Jahr an einer akuten Sinusitis erkrankt, kann sie sich zu einer chronisch rezidivierenden Sinusitis entwickeln.
Symptome
Die Beschwerden der chronischen Sinusitis gleichen denen der akuten Form. Sie dauern aber länger an und sind in der Regel nicht so stark ausgeprägt:
- Kopfschmerzen
- Druckgefühl im vorderen Kopfbereich
- Dauerhaft schleimiges, bzw. eitriges Nasensekret
- Meist einseitig behinderte Nasenatmung
- Riechstörungen
Diagnostik
Im Normalfall reicht eine Endoskopie und Ultraschalluntersuchung der NNH durch den HNO-Arzt aus. Um beurteilen zu können, ob eine operative Korrektur sinnvoll ist, kann eine Computertomographie (CT) der Nasennebenhöhlen durch den Radiologen sinnvoll sein.
Vergleiche Akute Nasennebenhöhlenentzündung mit weiteren Details.

