HNO-Leopoldstrasse-Wartezimmer

Tumore

Mit dem Begriff Larynxkarzinom (Kehlkopfkrebs) bezeichnen Mediziner die bösartige Tumorerkrankung des Kehlkopfs (Larynx). Der Kehlkopf ist das Organ im Hals, welches Luft- und Speisewege trennt und mit dessen Hilfe die Stimme produziert wird. Kehlkopfkrebs ist eine relativ seltene Krebsart (nur ca. 2% aller Krebserkrankungen), aber unter den Tumoren im Hals-Nasen-Ohrenbereich ist er der häufigste. Betroffen sind v.a. Männer, aber auch bei Frauen wird das Larynxkarzinom immer häufiger diagnostiziert, da auch immer mehr Frauen rauchen. Es ist eine Krankheit, die meist erst in der zweiten Lebenshälfte auftritt (ab 50 Jahren). Doch die Statistik verschiebt sich in letzter Zeit immer mehr in Richtung auch jüngerer Patienten. Diese Krebserkrankung gehört zur großen Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren.

Gutartige und bösartige Tumoren können allerdings auch an allen anderen Stellen der Schleimhäute im HNO-Bereich auftreten, insbesondere im Mund-, Zungen- und Rachenbereich, aber auch in der Nase und den Nasennebenhöhlen. Eine gründliche Untersuchung aller dieser Bereiche ist daher wichtig.

Auch in den Speicheldrüsen können sich gutartige und bösartige Tumore bilden, diese können besonders früh mit der Ultraschalluntersuchung des Halses festgestellt werden.

Ursachen

Krebszellen entstehen auch beim gesunden Menschen dauernd. Üblicherweise sterben sie von selbst ab oder werden vom Abwehrsystem unschädlich gemacht. Warum es manche Krebszellen schaffen, trotzdem am Leben zu bleiben und sich auch ungestört zu vermehren, ist nicht ganz geklärt. Sicher ist, dass es nie eine einzige Ursache allein ist, die zu einer Krebserkrankung führt, sondern dass mehrere Faktoren sehr komplex zusammenwirken müssen, um Krebs auszulösen.
Eine der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von bösartigen Tumoren der Schleimhäute im HNO-Bereich sind das Rauchen und der Alkoholkonsum. Mehr als 90% der Patienten, die an dieser Krebsart erkranken, sind Raucher und oder konsumieren regelmäßig Alkohol. Auch eine schlechte Mundhygiene wird als Risikofaktor genannt. Sicher spielt eine gewisse genetische Veranlagung aber auch eine gewisse Rolle, da es auch Menschen gibt die 70 Jahre rauchen und trotzdem 90 Jahre alt werden (siehe Altbundeskanzler Schmidt).

Symptome

Eines der auffälligsten frühen Symptome von Tumoren im HNO-Bereich ist eine länger andauernde Heiserkeit. Zusätzlich oder auch alleine auftreten können Fremdkörpergefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Schmerzen und ein häufiger Räusperzwang. Da aber diese Symptome relativ unspezifisch sind und auch bei anderen leichteren Erkrankungen auftreten können, sollte im Zweifelsfall immer eine fachärztliche Untersuchung erfolgen, da der Hausarzt nicht ausreichende Untersuchungsmöglichkeiten besitzt. Eine Reihe weiterer unspezifischer Symptome wie Abgeschlagenheit, Schwäche, Müdigkeit und eine rasche Gewichtsabnahme sind mögliche Begleiterscheinungen von allen Krebserkrankungen.

Mit zunehmender Tumorgröße klagen die Patienten über Schmerzen beim Schlucken, die bis ins Ohr ausstrahlen können. Auch kann Luftnot und / oder blutiger Auswurf auftreten. Wenn bereits Lymphknotenmetastasen vorhanden sind, sind diese als derbe, wenig schmerzhafte Schwellung am Hals tastbar.

Wann zum Arzt?

Für alle Krebserkrankungen gilt: Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser die Prognose. Ihr HNO-Arzt kann durch eine gründliche Untersuchung inklusive Ultraschall des Halses sehr gut eine Tumorerkrankung erkennen oder ausschließen. Im Zweifelsfall also lieber früher als später zur Untersuchung kommen.