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Schlafapnoe (OSAS)

Setzt die Atmung nachts im Schlaf immer wieder aus, spricht man von Schlafapnoe (Apnoe bedeutet „ohne Luft) beziehungsweise dem Obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS).

Was passiert während einer Schlafapnoe?

Im Schlaf sinken die Halsweichteile wegen der nachlassenden Muskelspannung (Muskeltonus) zurück und verlegen die oberen Atemwege. Man kann sagen, dass die Nase und die Luftröhre jeweils „starre Rohre“ sind, daher kann es hier so gut wie nicht zu einer Beeinträchtigung des Atemflusses kommen. Zwischen diesen beiden „starren Rohren“ liegt jedoch ein „weiches“ Rohr in Form des Schlundes bzw. Rachens. Dieses „weiche Rohr“ kann also schlicht in sich zusammenfallen oder kollabieren, dadurch wird der Atemfluss unterbrochen, es kommt zu Atemaussetzern. Die Sauerstoffkonzentration im Blut fällt dadurch ab und das Gehirn erhält zu wenig Sauerstoff, dadurch wird eine Weckreaktion eingeleitet. Dieser Alarm lässt den Puls und Blutdruck in die Höhe schnellen und die Muskulatur anspannen. Ohne das volle Bewusstsein zu erlangen bzw. wach zu werden atmet der Betroffene ein paar tiefe Atemzüge, die Sauerstoffsättigung im Blut normalisiert sich mehr oder weniger wieder, man schläft wieder tiefer ein und der Mechanismus beginnt aufs neue.

Dadurch, dass der Betroffene keine längeren Tiefschlafphasen durch die Atemaussetzer hat, ist der Schlaf nicht erholsam und es tritt Tagesmüdigkeit auf. Der Patient ist trotz ausreichender Schlafzeiten oft unausgeschlafen und körperlich erschöpft. Es zeigen sich verminderte Belastbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörung sowie gesteigerte Reizbarkeit. Bei Männern stellen sich oft auch Potenzprobleme ein. Hier gilt die Weisheit „Steter Tropfen höhlt den Stein“, ein paar Aussetzer die Nacht sind meist nicht behandlungsbedürftig, aber dauernder Sauerstoffmangel kann zu Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und anderen durchaus bedrohlichen Folgen führen.

Leide ich auch an Schlafapnoe?

Für den/die Betroffenen selbst ist die Problematik schwer festzustellen. Oft fallen eher dem Partner die nächtlichen Atemaussetzer auf. Eine ambulante Schlafuntersuchung (Polygraphie) ist ohne grossen Aufwand durchführbar und bringt Klarheit, ob eine Behandlungsbedürftigkeit vorliegt.

Was sind die Folgen?

Durch den periodischen Sauerstoffabfall im Blut und die nachfolgende Alarmreaktion des Gehirns werden langsam aber sicher alle Organe des Körpers geschädigt. Dieser Prozess kann sich über viele Jahre hinziehen. Die Langzeitschäden sind vielfältig: Hoher Blutdruck, Koronare Herzerkrankung (KHK), Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Zuckerkrankheit, Impotenz aber auch Herzinfarkt, plötzlicher Herztod und Schlaganfall. Die Schlafapnoe verschlechtert die Lebensqualität und verkürzt die Lebensdauer um durchschnittlich acht Jahre.

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